Jochens Angaben kann ich im Wesentlichen bestätigen. Allerdings habe ich meine 2007er Skyteam Monkey vor etwa 18 Monaten mit 13.000 km verkauft. Man schraubt gelegentlich, aber die Teile kosten auch fast nix. Derzeit habe ich noch eine Honda Monkey J1 (links auf dem Bild), die aber außer Rahmen, Papieren und einer Handvoll Kleinteilen ebenfalls überwiegend aus Skyteam - und Eigenbau - Teilen besteht. Der Skyteam Motor (Loncin) besitzt ein TB - Parts - Kit und leistet auf der Rolle knapp 14 PS. Bisher (ca. 3.500 km) kommt er damit überraschend gut klar. Auch extreme Belastungen (Dolomiten, Großglockner) konnten ihn nicht umbringen. Hier und da reißen Blechteile aufgrund der starken Vibrationen. Die baue ich dann häufig aus Aluminium nach. Das hat eine bessere Eigendämpfung als Stahl. Die Kette ist hier eine Regina Gold. Da ist schon erkennbar, dass die Längenänderung totz höherer Leistung geringer ausfällt, als bei einer Skyteam - Kette. Allerdings kostet sie auch etwa zweieinhalb Skyteam - Kettensätze.
Ein ganz alter Reparaturschlosser hat in den 1970er Jahren mal zu mir gesagt: "N Kännchen Öl ist die halbe Schlosserei." Er lebt schon lange nicht mehr, aber die Erkenntnis stimmt noch.
Lies auch mal im Forum "Allgemeines" die Beiträge zu "Mapping Euro 4". Wir werden uns, wie ich befürchte, in Zukunft mehr mit Bits und Bytes als mit Düsen und Schwimmerständen beschäftigen müssen. Und ich hatte gehofft, ich sei schon alt genug, sodass mir der Kelch am Arsch vorbei schrammt. Gruß Stulle
Hallo Maxx, und willkommen bei den verrückten Affenreitern. Optimale Abstimmung war bei Skyteam - Neufahrzeugen noch nie wirklich inclusive. Nun benötigt man zur Beeinflussung der Gemischbildung bei den Einspritzern einen Computer, passende Software und die passende Schnittstelle. Folglich würde ich mit dem Problem zunächst doch nochmal den Händler aufsuchen, der das "Moped" verkauft hat. Womöglich hat der außer dem richtigen Werkzeug auch Erfahrung mit den genannten Erscheinungen. Du kannst natürlich mal gucken, ob nicht irgendjemand bei der Endmontage etwas im Saugrohr liegengelassen hat und ob z.B. die Einspritzdüsen und der Luftfilter richtig fest sind. Du hast eben einen Bausatz gekauft, der gewisse Ähnlichkeit mit einem Kleinmotorrad besitzt. Da du, wie ich gelesen habe, gerne schraubst, ist das keineswegs tragisch. Es wird dich im Gegenteil mit besonderem Besitzerstolz erfüllen, wenn das Ding endlich ordentlich läuft, und der Fahrspaß, den ein Bonsai Bike vermittelt, ist eh unvergleichlich.
Dass die kooperativ und sehr flexibel sind, habe ich auch schon gehört. Und ich schätze eben auch die Produkte und das Preis - Leistungsverhältnis. Einzig mit einem Vorderreifen für meine Kawasaki KZ 440 C habe ich einmal große Schwierigkeiten gehabt, den auf der Felge zu zentrieren. Die Fahreigenschaften waren dann wieder hervorragend. Gruß, Stulle
Immer nur um den Block sausen ist doof. Dass reisen bildet ist bekannt. Dass ein Bonsai Bike mehr aushält, als sein Fahrer und deshalb jahrzehnte lang und über zigtausend Kilometer jeden Ort auf diesem Globus erreicht, ebenfalls. Die Erkenntnis, dass Reiseerlebnisse intensiver werden, je einfacher und langsamer man unterwegs ist, ist nicht nur auf meinem Mist gewachsen, aber auch. Zuguterletzt: Kleine Motoren brauchen wenig Treibstoff, sind deshalb umweltfreundlich und reisen mit kleinem Budget. Was liegt also näher, als sich Zeit zu nehmen und mit Hilfe des liegenden Einzylinders oder verwandter Produkte zu reisen? Wenn ich diese Frage mit "nichts" beantworten kann, stellt sich die Nächste, nämlich die Frage nach dem Gepäcktransport und damit nach dem richtigen Rahmen. Cub, Motra, Chaly und Innova sind Lastesel und per se schon einmal gut geeignet. Was aber, wenn ich eine Dax oder Monkey zu fernen Zielen bewegen will? Ein Top Case und die Rolle mit dem Schlafsack wird noch gehen, Die Werkzeugrolle an der Gabel auch. Aber wie befestigt man z.B. Packtaschen an so einem Bike? Besonders rechts, wo der Auspuff sitzt? Wenn ihr Tipps oder Erfahrungen zu dem Thema habt, Bilder oder Bauanleitungen zu entsprechenden Befestigungen, lasst es bitte wissen.
Thema von bigasailor im Forum Bonsaifreunde stellen...
Hallo, ich bin der Stulle und lebe mit meiner Familie in Südwestfalen. Meine Mopedkarriere hat so etwa 1967 mit einer geschenkten, alten 250er DKW in den Sauerländer Wäldern angefangen. Ich war 13, und wir Jungs haben mit dem Wrack weite Kreise über die Berge gezogen, sofern wir nur Taschengeld für Sprit hatten. Im Herbst 1969 bin ich mit dem Kauf eines Mofas von Herkules in den öffentlichen Straßenverkehr umgezogen. (Ihr merkt, ich bin ein alter Knochen) Typ MFH 221, mit einem Zweitakter von Sachs und in der Erscheinung der CUB nicht unähnlich. Das war damals ein Fahrzeug für den Alltag, und ich bin damit viel gereist. An den Rhein und zur innerdeutschen Grenze. Zur Nord – und Ostsee, nach Holland und nach Frankreich. Insgesamt 36.000 km in dreieinhalb Jahren. Danach kamen erst mal Autos, aber ab 1977 auch eine BMW 25/3 für ein paar Jahre. Dann Beruf, Familie und ein Segelboot. 2001 habe ich mit diesem Boot eine Tour von Koblenz über Mosel und Saar nach Lothringen und über Straßburg und den Rhein zurück gemacht. Den Mast habe ich Zuhause gelassen und dafür achtern einen Honda Außenborder angehängt. Kurz vor der Abfahrt ist mir bei einem hiesigen Zweiradhändler ein altes Monkey J1 Mokick zugelaufen. Das passte knapp aufs Vordeck, und damit war es möglich, etappenweise zurück zu fahren und das Auto nachzuführen. Außerdem ist so bei mir der Mopedvirus, der lange im Verborgenen geschlummert hatte, wieder voll ausgebrochen, und der Begriff „Bootsmonkey“ ist seitdem nicht mehr auf die CZ 100 beschränkt. 2002 habe ich das Boot von Hamm in drei Tagen zum Ijsselmeer in Holland überführt, und bin mit der J1 an einem weiteren Tag die 350 km zurück gefahren, u.s.w. 2007 wurde mir die kleine J1 zu langsam, und ich habe sie gegen eine S&K Projekt - Monkey 125 auf Skyteam – Basis getauscht. Ein Fehler, sie nicht zu behalten, aber OK. Jedenfalls ist die 125er noch im selben Jahr, wieder auf dem Vordeck, von Bad Ems an der Lahn über Rhein, Mittellandkanal und Berlin bis nach Stettin in Polen gereist. Unterwegs hat sie selbst, mit kleinen „Seitensprüngen“ fast 1.000 km auf die Uhr bekommen. Vor knapp zwei Jahren habe ich wieder einen alten J1 Rahmen aus 1976 gekauft und baue an langen Winterabenden langsam meine „Custom – Monkey 150“ auf. Der Vorteil des alten Honda Rahmens liegt für mich hauptsächlich in der größeren Freiheit bei der Auswahl der Komponenten. Es kommen Teile von Skyteam, Honda, TB - Parts und aus eigener Herstellung zum Einsatz. In den nächsten Wochen soll sie endlich laufen lernen. Die 125er aus 2007 ist inzwischen ca. 8.000 km gelaufen. Hier und da ist was kaputt gegangen, aber unterm Strich kann ich feststellen, dass die meisten chinesischen Komponenten weitaus besser sind, als ihr Ruf. Neulich bin ich am Edersee, beim „Zündstoff“ zum ersten Mal auf einem Dax – und Monkeytreffen gewesen. Das hat Lust auf mehr gemacht. Mehr Treffen, mehr Ausfahrten, mehr Gemeinschaft, mehr persönliche Bekanntschaft. Daran möchte ich arbeiten. Das Wichtigste aber ist: Der Bonsai – Virus lebt. Lang lebe der Bonsai – Virus!